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Propolis
Der Name Propolis kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „vor der Stadt“
und meint damit die Wächter, also jene, die Unheil und Feinde abwehren. Es gibt uns schon
einen Hinweis auf die Verwendung. Die Substanz verhindert, dass Krankheiten in den Bienenstock
eindringen. Im Sommer sind bis zu 80.000 Bienen auf engstem Raum. Im Winter sinkt die Zahl auf etwa
15-20.000. Man muss sich nur einmal vorstellen, was passieren würde, wenn auch nur eine von
ihnen eine ansteckende Krankheit einschleppen würde. Besonders im Winter, wenn nur durch
Körperkontakt die Temperatur so hoch gehalten wird, dass die Bienen auch einen starken Frost
überleben, ist die Gefahr einer Masseninfektion groß.
Die Natur gab den Bienen ein natürliches Antibiotikum. Sie sammeln den harzigen Überzug
von Knospen verschiedener Baumarten und wandeln ihn unter Hinzugabe von Wachs und körpereigenen
Stoffen zu Propolis um. Imker nennen es auch „Kittharz“. Der Bienenkasten wird innen mit einer
dünnen Schicht überzogen. Hierdurch werden alle eingeschleppten Krankheitserreger abgetötet.
Schon in der Antike war die antibakterielle Wirkung von Propolis bekannt. Man benutzte sie als
Bestandteil ziehender Salben. In alten Schriften steht, dass sie Dornen und Splitter herausziehe,
die Schmerzen lindere und Flechten wegnähme. Einen Höhepunkt erlebte die Propolis im Burenkrieg.
Als einziges vorhandenes Antibiotikum wurde sie mit großem Erfolg bei der Behandlung von Schuss- und
Brandverletzungen eingesetzt.
Danach wurde es ruhig um dieses natürliche Heilmittel. Die Chemiegiganten überschütten
uns mit vielerlei Arzneien, über deren Wirkung und vor allen Nebenwirkungen man sehr geteilter
Meinung sein kann.
Durch die Massenproduktion von Antibiotika und anderer Chemieprodukte war die heilende und
antibakterielle Wirkung von Propolis bei uns in Vergessenheit geraten. Nur in den Ostblockländern,
in Österreich und Dänemark wurde intensiv Forschung betrieben. Klinische Versuche in aller Welt
haben in letzter Zeit die Heilwirkung von Propolis bestätigt. Die Liste der Anwendungsgebiete wird
immer länger. Der große Vorteil einer Behandlung mit Propolis besteht unter anderem darin,
dass keinerlei Gewöhnung des Körpers geschieht und die Wirkung nicht nachlässt, wie es
bei vielen Medikamenten der Fall ist. Die Grundform des Penicillin kann heute kaum noch eingesetzt
werden, weil viele Bakterienstämme dagegen resistent geworden sind.
Propolis schützt nicht nur die Bienen vor Krankheitserregern, sondern stärkt auch unser
körpereigenes Abwehrsystem. Sie erhöht die Widerstandskraft und schützt vor
Infektionskrankheiten. Auf natürliche Weise beugt sie vorzeitigen Alterserscheinungen vor und
stärkt die körperliche und geistige Vitalität. Darüber hinaus regt Propolis
Verdauung, Herz und Kreislauf an. Eine regelmäßige Einnahme wirkt sich sehr gut auf die
Blutfettwerte aus.
Tuberkelbazillen
Dänische Forscher haben schon in den vierziger Jahren festgestellt, dass Propolis den Wuchs
von Tuberkelbazillen hemmt. Spätere Untersuchungen ergaben, dass sie gegen 24 von 39
untersuchten Bakterienstämme und gegen 20 von 20 untersuchten Pilzen wirksam war!
Salmonellenvergiftung
Als besonders wichtig ist die Wirkung gegen den Verursacher der Salmonellenvergiftung anzusehen.
Bei Reisen, vor allem in südliche Länder, ist die vorbeugende Einnahme zu empfehlen.
Hier zeigt es sich ganz deutlich, wie gefährlich die leichtsinnige Einnahme von Antibiotika ist.
Es bewirkt in diesem Falle, dass sich die Krankheit verschlimmert.
Herpesvirus
Der Herpesvirus, der Verursacher des lästigen Bläschenausschlages auf der Mundschleimhaut
und den Lippen, spricht auf Propolis gut an. Durch Auftragen von Propolislösung oder -Creme
tritt eine Schmerzlinderung sehr schnell ein. Auch der Juckreiz lässt sich nach und verschwindet
bald ganz.
Gürtelrose
Bei der sehr schmerzhaften Gürtelrose hilft Propolis besonders gut. Vor allem kommt
hier die starke Betäubungswirkung voll zum Tragen.
Akne
Selbst bei der hartnäckigen Akne sollte man nicht verzweifeln. Versuche in Wien zeigten,
dass von 60 Patienten, die zum Teil Jahrzehnte an Akne litten, 56 geheilt werden konnten.
Schuppenflechte
Bei der Schuppenflechte hilft Propolis einem Teil der Patienten sehr gut. Andere sprechen auf eine
Behandlung überhaupt nicht an. Bei einem Versuch sollte man von innen und von außen,
also mit Tinktur und Creme, an die Krankheit herangehen. Bei der Schwere der Krankheit und ihren
unangenehmen Begleiterscheinungen sollte jeder Psoriatiker doch den Versuch mit Propolis machen,
obwohl bei einem Test in China nur 25% der Patienten geheilt werden konnten. - Es muss an dieser
Stelle einmal gesagt werden, dass eine Behandlung durch den Arzt nicht abgebrochen, sondern Propolis
als flankierende Maßnahme eingesetzt werden sollte. Propolis verträgt sich mit allen
Medikamenten.
Neurodermitis
Bei der Neurodermitis wirkt Propolis-Creme äußerlich stark entzündungshemmend und
juckreizstillend. Da es sich bei dieser Hautkrankheit oft um eine von innen kommende Allergie
handelt, hat sich die zusätzliche Einnahme von Honig mit Pollen, Propolis und Gelée
royale sehr gut bewährt.
Tennisarm
Der sogenannte Tennisarm ist eine sehr schmerzhafte Entzündung von Muskel, Sehen und
Sehnenscheide im Ellbogenbereich. Hier ist ein Salbenumschlag angebracht. Nach anfänglicher
Zunahme der Schmerzen tritt meist am dritten Tag eine spektakuläre Besserung ein, und nach
einer Woche sind die Schmerzen meist ganz verschwunden. Der Heilungserfolg liegt auch in hartnäckigen
Fällen bei 80%.
Wirbelsäulenbeschwerden
Die Wirbelsäule, die oft die Ursache für vielerlei Beschwerden ist, spricht auf eine Behandlung
mit Propolis sehr gut an. Die quälenden Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule kommen in den meisten
Fällen von Verspannungen der Muskulatur im Schulter-und Rückenbereich. Propolis wirkt hier durch
ihre krampflösende und schmerzlindernde Wirkung doppelt.
Ischiasnerv
Wer einmal den bohrenden Schmerz des Ischiasnervs ertragen musste, ist für die Hilfe, die ihm Propolis
gibt, dankbar.
Hämorrhoiden
Über Hämorrhoiden redet niemand gern, und haben will sie schon gar keiner. In den Wäldern
Nordeuropas bereitet man aus Baumharz eine Salbe gegen diese Plage. Die Biene mischt die Harze für
Propolis bestimmt besser, als der Mensch es kann. Die Salbe wirkt hier sehr gut. Man kann sie, wenn
erforderlich, auch einführen.
Prostataerkrankung
Bei Prostataerkrankungen kann Propolis-Tinktur helfen. Mehrmals täglich 10-15 Tropfen genommen,
bringen meist Hilfe. Die gleichzeitige Einnahme von Blütenpollen verstärkt die Wirkung. Von
zehn Patienten wurden im Versuch sechst geheilt und vier gebessert.
Magenbeschwerden
Bei Magenbeschwerden nimmt man 15 Tropfen Tinktur, eine Viertelstunde vor den Mahlzeiten. Besonders
Magenbeschwerden, an denen man schon längere Zeit mit mehr oder weniger Erfolg gerumgedoktert
hat, sprechen auf Propolis oft sehr gut an.
Es würde den Rahmen dieser Schrift sprengen, wollte man alle Anwendungsgebiete von Propolis
aufzeigen. Probieren sie Propolis einfach aus! Ein Versuch kann nicht schaden: Von Propolis sind
keine Nebenwirkungen bekannt. Nur in ganz seltenen Fällen wird von einer allergischen Reaktion
berichtet, die aber nach dem Absetzen sofort verschwindet.
© 2002, Imkerei Göbel, Nistertal, Deutschland
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